So füllen Sie Ihre Lücken im Lebenslauf!

  So füllen Sie Ihre Lücken  
  im Lebenslauf  

Sie haben Lücken in Ihrem Lebenslauf? Kein Grund zur Sorge. Die Zeiten, in denen diese schwarzen Löcher im Job-Universum misstrauisch beargwöhnt wurden, sind lange vorbei. Kein Personaler lässt sich noch von einer Bewerbung, deren Lebenslauf Lücken aufweist, abschrecken. Gradlinig verlaufende Berufswege sind mittlerweise selten geworden, Beschäftigungsverhältnisse mit über 20 Jahre „Laufzeit“ gibt es kaum noch. Vielmehr favorisieren viele Arbeitnehmer in der heutigen Zeit kurzfristige Job-Engagements, arbeiten freiberuflich oder suchen einen Job über Zeitarbeitsunternehmen wie equal personal.

Aber trotz dieses Wandels wird sich jede Personalabteilung für die Hintergründe vorhandener Lücken interessieren. Hier ist es wichtig zu wissen: Nicht die Lücke an sich ist relevant, sondern wie der Bewerber damit umgeht und diese nach außen kommuniziert. Füllen Sie Ihre Lücken im Lebenslauf mit Fakten – oder erläutern Sie ehrlich, welche Ursachen diese haben. Und: Bereiten Sie sich vor einem Bewerbungsgespräch intensiv auf Fragen zu den Lücken in Ihrem Lebenslauf vor.

  Unsere Jobexperten geben Tipps  

  wie Jobsuchende mit Lücken im Lebenslauf umgehen können.  

Vermeiden Sie Lücken im Lebenslauf!

Für einen Personaler entsteht eine Lücke, wenn Sie einen Zeitraum von über 2 Monaten nicht erklären können. Auch Tricks wie Jahres- statt Monatsangaben, um diese Lebenslauf-Lücken zu füllen, sind den Recruitern natürlich bekannt. „Verdächtigt“ sind auch sogenannte Erfahrungsprofile, die statt eines chronologisch strukturierten Lebenslaufs in die Bewerbungsunterlagen integriert werden. Bei diesen Erfahrungsprofilen verzichtet der Verfasser auf eine zeitliche Einordnung der geleisteten Berufserfahrungen. Und lässt beim Recruiter die Alarmglocken so richtig wild bimmeln.

Das Wichtigste: Erfinden Sie keine Jobs oder Tätigkeiten für Ihren Lebenslauf; dieses kann später ein Kündigungsgrund sein. Seien sie ehrlich. Sie hatten eine längere Krankheit oder mussten Jemanden pflegen? Kein Problem, zudem reine Privatsache. Sie waren kurzzeitig oder mehrmals arbeitslos? Auch nicht schlimm. Zeigen Sie aber gleichzeitig Ihr Bemühen um neue Jobs, das verweist auf Ihre Zielstrebigkeit und Motivation. Sie hatten ein Sabbatical, waren in Elternzeit, können ein anderes, einschneidendes Lebensereignis vorweisen? Erwähnen Sie es; diese Auszeiten führen zu keinen nennenswerten Nachfragen seitens der Personalabteilung. Und bedenken Sie: Lückenlose, gradlinige Lebensläufe gibt es heute sowieso kaum noch.


Was genau sind eigentlich Lücken im Lebenslauf?

Mögliche Lücken können sein:
  • Freiwillige Auszeiten wie Sabbatical, längere Reisen
  • Abgebrochene Ausbildung
  • Arbeitslosigkeit
  • Längere Krankheit
  • Elternzeit/Erziehungszeit

Ab wann redet man von Lücken im Lebenslauf?

In der Regel spricht der Personaler ab einem Zeitraum von zwei Monaten von einer „Lücke“. Ist dieser Zeitraum mit Weiterbildungen oder Praktika ausgefüllt, reden manche Experten von einer sogenannten „unechten Lücke“. Können Sie eine reale Lücke aufweisen, sollten Sie sich umgehend klar machen, dass Sie mit klarer Nennung dieser „Job-Auszeit“ keinen dramatischen Rückschlag im Berufsleben aufführen. Ordnen Sie die Zeitphase einfach korrekt ein und kommunizieren Sie diese ehrlich.

Sie suchen kompetente Beratung zu Ihrer Bewerbungsstrategie? Gerne können Sie jederzeit das JobSelektor-Team hier kontaktieren.



Unsere 3 Top Tipps

1. Seien Sie ehrlich!
Täuschen Sie keine Berufsaktivitäten vor.

2. Strukturieren Sie Ihren Lebenslauf neu!
Beispiel: Sie verwenden einen chronologischen Aufbau im Bereich „Berufliche Erfahrungen“ und können hier als aktuellsten Punkt nur auf eine länger zurückliegende Anstellung verweisen. Gleichzeitig haben Sie Ihre jüngsten Aktivitäten wie zum Beispiel Fortbildungen, Praktika oder Zweitstudiengänge auf der folgenden Seite „Weiterbildungen“ vermerkt. Der Personaler muss sich bei diesem Vorgehen Ihr aktives Bemühen um Schließen der Lücken quasi im Papier-Haufen „erarbeiten“. Unser Tipp: Verbinden Sie die Bereiche „Berufliche Erfahrungen“ und „Weiterbildungen“ zu einem Block, so dass Ihre aktuellsten Tätigkeiten für den Recruiter sofort sichtbar sind.

3. Werden Sie frühzeitig selbst aktiv!
Sie wissen, dass eine Lücke droht oder sind schon mittendrin? Überlegen Sie möglichst schnell, mit welchen Maßnahmen Sie dieses „Jobloch“ schließen können, zum Beispiel mit Fortbildungen, Kursen, Praktika.